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legenden
Im Connemara Heritage Center kann man sich sehr eindrucksvoll
über die Geschichte Connemaras informieren.
Mich hat die Geschichte über Dan O`Hara und seine Familie besonders berührt.
Dan O`Hara lebte mit seiner Frau und sieben Kindern um 1840 ein einfaches, aber
glückliches Leben. Er war mit seinen 8 acres Land selbstständig. Den grössten
Teil seines Farmlandes bebaute er mit Kartoffeln und hielt sich verschiedene
Tiere wie Hühner, Kühe, Schafe und ein Pferd.
Der Torf für die wärmenden Feuer und den Herd stach er in der näheren Umgebung
und schuf damit seiner Familie ein gemütliches Heim im Winter. Viele Besucher
kamen, es wurde gesungen und Musik gemacht und mit den Geschichten, die dann am
Feuer erzählt wurden, wurde die Irische Sprache und die Traditionen am Leben
erhalten.

Dan baute auf fast seinem gesamten Land Kartoffeln an. Die
Kartoffel hatte den Vorteil, das sie auch auf kargen Böden gedieh und 1 1/2
acres Kartoffeln ernährten fünf bis sechs Menschen für ca. 6 Monate. Mit den
Schalen und dem Kraut konnten die Schweine gefüttert werden. Kartoffeln und
Buttermilch sorgten dafür, das die Bevölkerung Connemaras , trotz Armut nicht
hungern musste.

Wie den meisten Menschen Connemaras zu der damaligen Zeit gehörten Haus oder
Land nicht Dan O`Hara, sondern er musste dem örtlichen Großgrundbesitzer eine
Miete oder Pacht dafür bezahlen.
Sein einfaches, aber glückliches Leben endete abrupt, als er diese nicht mehr
bezahlen konnte. Er hatte den Fehler gemacht, eines der Fenster in seinem Haus
zu vergrößern... unglaublich, aber die Höhe der Pacht wurde damals nach der
Größe und Anzahl der Fenster berechnet !
(deshalb fällt bis heute auf, das Fenster in älteren Häusern auch heute noch
relativ klein sind)

Da er also die erhöhte Pacht nicht bezahlen konnte, wurde er von Haus und Land
vertrieben und war gezwungen zu emigrieren.
Er erreichte New York als gebrochener Mann : Frau und drei Kinder starben
während der langen Überfahrt und aufgrund seiner Armut musste er die noch
lebenden vier Kinder in Pflege geben, bzw. wurden sie ihm von den amerikanischen
Behörden weg genommen.
Er verbrachte die letzten Jahre seines Lebens damit, Streichhölzer in den
Strassen von New York zu verkaufen, fern von seinem geliebten Connemara...

Sure it' poor I am today ,
For God gave and took away ,
And left without a home poor Dan O'Hara
With these matches in my hand,
In the frost and snow I stand
So it's here I am today your brokenhearted
( Textteil aus dem Song : the Ballad of Dan O`Hara )
Das Fischerdorf Louisburgh an der Mündung des Bunowen River,
22 km westlich von Westport ist eigentlich nichts Besonderes , einfach ein
kleines Nest mit einem niedlichen Feuerwehrhaus !

Allerdings hatte dieses Nest eine ganz berühmte Tochter : die
Piratin Granuaile O`Malley (1530 - 1603)
Grace O´Malley wurde um 1530 als Tochter eines irischen Clanchefs auf Clare
Islands im Westen Irlands geboren.
Mit 15 heiratete Grace den Anführer des Nachbar-Clans, Donal O´Flaherty. Donal
verschleuderte die Ressourcen seines Clans durch zahlreiche Schlachten. So
übernahm Grace die Lebenssicherung des Clans. Ihr Erfolg sicherte ihr -
ungewöhnlich auch für eine irische Frau der Zeit und von den anderen Clanchefs
nie akzeptiert - eine eigene Anhängerschaft. Da sie aber Donals Nachfolge nicht
antreten konnte, kehrte sie nach Clare Island zurück, allerdings mit einer
großen Zahl von Gefolgsleuten, und führte dort Familiengeschäfte.
Sowohl der Clan der O´Malleys als auch der Clan der O´Flahertys lebten von der
See. Sie trieben Handel, aber verdienten auch mit dem Plündern von Schiffen und
Küstenorten. Grace dehnte die Raubzüge weiter aus, ihre Gefolgschaft wuchs an.
Grace zog den Zorn von England auf sich. Königin Elisabeth von England trieb nun
die Kolonialisierung von Irland mehr voran. Sir Richard Bingham (Statthalter von
Galway) ging massiv gegen Grace vor. Schließlich wandte sie sich mit einer
Petition an die Königin und bat um Protektion. Bei einem persönlichen Besuch bei
Hofe rechtfertigte sie ihre Seeattacken als die einzige Möglichkeit den
Lebensunterhalt ihrer Leute zu sichern. Als Gegenleistung für Elisabeths
Entgegenkommen bot sie an »ihr Leben lang mit Schwert und Feuer« alle Feinde
Englands zu bekämpfen.
Trotz Warnungen von Seiten Binghams wurde Grace Schutz gewährt und sie wurde in
allen Punkten freigesprochen. Ihr gefangener Sohn Tibbot wurde freigelassen und
beide Söhne von Grace wurden nach englischem Recht als Clanführer etabliert.
Grace durfte die Raubzüge fortsetzen, allerdings nur unter englischer Flagge.
1603 starb Grace O' Malley. Im selben Jahr wie Elisabeth von England. Der
Todesort von Grace ist unbekannt, mache Forscher vermuten, dass ihre Gebeine in
der Familiengruft auf Clare Islands beigesetzt wurden. Von ihren zahlreichen
Burgen erhebt sich nur noch Rockfleet Castle am Rande der Clew Bay. Ihr Sohn
Tibbot wurde 1629 hinterrücks ermordet. Sein Grab kann noch heute in der Abtei
Ballintober besichtigt werden.
(aus einer Broschüre entnommen)
In Irland spielt der Claddagh Ring eine grosse Rolle.
Die Geschichte dieses Ringes ist überliefert und ich möchte sie Euch erzählen.
Die romantische Geschichte des mystischen und schönen
Claddagh Rings fing an vor 300 Jahren im alten Fischerdorf Claddagh .
Claddagh ist ein kleines Fischerdorf im Westen Irlands in der Nähe von Galway .
Dort lebte etwa von 1660 bis 1737 Richard Joyce.
Nicht immer, denn knapp vor seiner geplanten Hochzeit wurde er, als Fischer oder
Handelsreisender (hierbei legt sich die Legende nicht fest) von algerischen
Piraten entführt und an einen maurischen Goldschmied als Sklave verkauft.
Er erlernte schnell das Handwerk seines Herrn und führte es zur Perfektion. Sein
Meisterstück dabei war ein Ring, den er in Sehnsucht nach seiner fernen
Verlobten schuf und der später als Claddagh Ring bezeichnet werden sollte.
Richard hatte Glück, dass William III im Jahr 1689, kurz nach seiner
Thronbesteigung, ein Übereinkommen mit den Mauren schließen konnte, das allen
dort gefangen gehaltenen Briten die Rückkehr ermöglichte.
Obwohl sein früherer Herr dem unentbehrlich gewordenen seine Tochter samt
Geschäftsbeteiligung für sein Bleiben anbot, kehrte Richard in seine Heimat
Claddagh zurück und fand dort tatsächlich seine Braut unverheiratet und wartend
vor.
Die Ringe wurden in der Familie Heirlooms gehalten, und von Mutter zu Tochter an
ihrem Hochzeit Tag weitergegeben.

Außerhalb von Claddagh wurde der Ring in der Mitte des letzten Jahrhunderts
populär, besonders da es der einzige Ring war, der in Irland hergestellt wurde,
der von Queen Victoria und später von Queen Alexandra und König Edward VII
getragen wurde. Mit der Einfachheit des Ringes und des Symbolismus, die er einem
übermittelt, bildet er das vollkommene Geschenk für einen Freund oder Geliebten. Der Ring zeigt zwei Hände, die ein Herz halten, welches eine Krone trägt.
Das Herz symbolisiert Liebe, die Hand Freundschaft (Vertrauen) und die Krone
Loyalität (Treue).
Wird er an der rechten Hand getragen und das Herz weist vom Träger weg (also zu
den Fingerspitzen), signalisiert er die Suche nach einem Partner.
Rechts getragen, mit dem Herz zum Träger weisend, wird kundgetan, dass bereits
eine Liebesverbindung besteht.
Der Ring an der linken Hand und das Herz zum
Träger gerichtet, ist der gute alte Trauring und wird auch heute von
traditionellen Iren und Irinnen als solcher benutzt.
Feen und Naturgeister
Natürlich ist die irische Anderswelt auch reichlich mit den traditionelleren
Manifestationen der Anderswelt gesegnet, von Flussgöttinnen wie der Ana Livia
über Nymphen bis hin zu Elfen von Kinderbuch bis Tolkien, die Fairies.
Die “Síóga” oder “na daoine maithe”, so der Sammelbegriff, haben
selbstverständlich auch ihre bevorzugten Orte, so die Fairy Rings, die
verschiedenen archäologische Stätten und Orte wie Tighe na Sidhe (Fairyhouse).
Die Fairies leben in einer eigenen Welt, die sich mit der Welt der Menschen
überschneidet. Der irischen Mythologie nach leben nach wie vor die Feen in den
irischen Feenhügeln, die kein Farmer und kein Bauherr abtragen lässt, selbst
wenn diese einem geplanten Bauvorhaben im Wege stehen.
Feenhügel sind mehr oder weniger gut sichtbare Erhebungen in der irischen
Landschaft, meist baumbewachsen, sie fallen prägnant ins Auge. Sachlichere
Argumentatoren würden sagen, das sind Überbleibsel aus englischen
Besetzungszeiten, auf denen hölzerne Beobachtungstürme standen.
Ein besonders schönes Exemplar steht an der N4 von Dublin nach Longford rechts
an der Strasse wenn man durch Clonard fährt.
Die Banshee ist eine irische Legende.
 Eigentlich heißt
sie "Bean Sidhe", was soviel bedeutet wie "Übernatürliche Frau". Sie wird als
Frau mit sehr flacher Nase, wirrem Haar und großen Augen beschrieben. Ihre Augen
sind von dauerhaft weinendem Rot. Das Einzige, das sie trägt ist ein weißes
Hemd. Die dunkle Seite der Anderswelt wird vor allem durch die Banshee (bean sí)
repräsentiert.
Dargestellt wird sie als alte, ausgezehrte Frau, die nachts professional
Leichentücher wäscht und dabei laut und deutlich lamentiert . Dummerweise tut
die Banshee dies vor dem eigentlichen Tod des so Beklagten, so dass ihre
Serviceleistung und Trauer stark unter negativer Presse leidet.
Banshee sind ursprünglich familiengebunden gewesen, im Laufe der Jahre aber zum
allgemeinen Todesboten geworden.
Wenn eine Banshee vor dem Haus einer alten Familie heult, heißt das, dass
noch in derselben Nacht ein Mitglied der Familie sterben wird. Alle großen Clans
haben ihre eigene Banshee. Banshees sind nah mit der Bean-nighe und dem
Cointeach verwandt.
Pooka
Auch nicht gerade eine angenehme Erscheinung, ist der Pooka ein strubbeliges,
mit Ketten behangenes Pferd.
Freundlich ist diese Erscheinung nur zu Kindern, die sie gerne zu einem kleinen
Ritt einlädt – nur um dann samt Kindern über eine Klippe zu galoppieren, was
natürlich fatal endet.
An Samhain ist Pooka mit dem Zertrampeln der letzten Beeren beschäftigt, gibt
nebenher aber gerne noch prophetische Auskunft wenn man ihn anspricht.
Die Leprechauns

Sie haben das Aussehen von alten Männern, schließlich sind sie etliche hundert
Jahre alt, manche sogar tausend. Und sie haben eine Größe von etwa zwei Fuß,
also um die 60 Zentimeter. Leprechaun ist eine Abwandlung des gälischen
Begriffes für kleiner Körper, sie tragen daher auch die Bezeichnung little
people, das Kleine Volk.
Meistens sind sie ein wenig (oder mehr) griesgrämig und vor allem sind sie
scheu. Anders als andere Märchenwesen wollen sie mit Menschen nichts zu tun
haben. Sie wollen nicht helfen, wie etwa Heinzelmännchen, sie wollen auch keinen
Schabernack treiben, wie Kobolde - sie wollen schlichtweg in Ruhe gelassen
werden.
Zwei Kleidungsstücke sind typisch für einen Leprechaun:
Ein Hut mit Kokarde und eine Lederschürze. Letztere tragen sie aus beruflichen
Gründen, denn ihre Hauptbeschäftigung ist das Schuhe machen.
Wenn jemand so tagaus, tagein nur Schuhe produziert, kann das nicht allein für
den Eigenbedarf sein und da es alle Leprechauns machen (es gibt keinen Ruhestand
oder andere berufliche Betätigung), liegt die vielfach gehegte Vermutung nahe,
sie seien die Schuhlieferanten für die gesamte Märchenwelt.
Die Leprechauns haben auch Freizeit. Dann legen sie die Schürze ab und tun das,
was alle Iren gerne tun: Sie rauchen Pfeife, sie trinken und sie tanzen.
Da sind sie dann weniger griesgrämig.
Die häufig schlechte Laune und ihre Abneigung gegenüber dem Kontakt mit Menschen
hat einen guten Grund: Sie werden verfolgt.
Die Iren vermuten, dass jeder der Leprechauns etwas sehr Wertvolles besitzt:
Einen großen Topf voll Gold, und dieser soll stehts am Ende eines Regenbogens
stehen...
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