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Eine kleine Geschichte, erzählt mit einem Augenzwinkern, teilweise ironisch - aber sehr liebevoll gemeint.


Was trägt die moderne irische Frau von heute?
Der Kopf wird meistens von einer babyblauen Base-Cap behütet, die als Sonnenschutz dient, die Haare in Zaum hält und gleichzeitig die Gesichtsakne dort verbergen kann, wo das Camouflage-Make-Up nicht hinreichen kann. Der böse Gesichtsausdruck stellt sich automatisch ein.

Ergänzt wird diese Basis durch ein farbkoordiniertes Top mit sinnlosem Aufdruck, gerne "Little Bitch", "Porn Star" oder einfach "Born to F....". Wichtig ist die Balance zwischen Verhüllung und Andeutung - Frau zeigt Bauchnabel, ein wichtiger Punkt, der beachtet werden sollte. Gleichzeitig sorgt die knappe Grösse und die Semitransparenz bei Spannung dafür, dass der geübte Beobachter Marke, Design und Nahtgüte der verwendeten Büstenhalter sofort erkennen kann - Quantität und Qualität des Inhalts werden allerdings durch trickreiche Verwendung von Stütz- und Füllsysteme zum Maximum gepuscht. "In yer Face" - das ist der Look, nach dem Frau streben sollte, um einen irischen Mann zu betören!

Wichtig ist auch die Verwendung einer farblich kontrastierenden, pinkfarbenen Jogginghose. Nicht praktisch auf dem Pferdehof, aber modisch "to die for". Wichtig ist der möglichst knapp geschnittene Gesässteil, der Farbe, Marke und Typ der verwendeten Unterhose sofort identifizierbar werden lässt.
Auch wichtig: Der Bund muss so angelegt sein, dass der bauchfreie Look nicht beeinträchtig wird und durch die Erzeugung eines Speckröllchens selbst bei anorexischen Wracks betont wird.

Jetzt noch ein paar Turnschuhe (teure Marke, bitte nicht zum Turnen verwenden!) dazu und ...
voila! Irish Chic(k) off the Rails ...
 


natürlich wollen wir aber auch das männliche Gegenstück nicht vergessen:

Wenn man sich überlegt, wie sich der „typische Ire“ kleidet, dann fällt einem wahrscheinlich nach drei Tagen Dublin vor allem die Kombination „Baseball-Kappe, Fußball-Shirt, Jogging-Hose und Turnschuhe“ ein.
Das ist tatsächlich der erste Eindruck, der vor allem durch die Jugend im Stadtbereich schnell aufkommen kann. Ein falscher Eindruck.

Die „typische“ Kleidung auf dem Lande ist weder besonders traditionell noch besonders modern. Konservativ und praktisch beschreibt am ehesten das, was wirklich noch als „typisch“ gelten kann. Pullover, die nicht nur „chic“, sondern auch warm sind! Tweedmützen, die den Kopf warmhalten und selbst zehn Jahre irisches Regenwetter unbeschadet überstehen!
Sind die Männer jung, bevorzugen sie Jeans oder schwarze Stoffhosen am Wochenende... dazu ein shirt der beliebtesten Hurling, Football oder Rugbymannschaft. Turnschuhe sind natürlich sehr beliebt und auf dem Land natürlich Gummistiefel.
Die älteren Exemplare allerdings sind da etwas konservativer :
sie bevorzugen Tweedjackets - schön abgetragen - und ebensolche Mützen. Für den abendlichen Pub-Besuch wird das ganze mit einem weissen Hemd ausgehtauglich aufgemotzt. Glaubt ihr nicht?
na bitte:

ähnliche Exemplare beiderlei Geschlechts sollen allerdings auch in heimischen Landen schon des Öfteren gesichtet worden sein.... ;-)
 

 
 

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