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speisen
Sicherlich, die irische Küche ist nicht gerade Novelle
Cuisine , sondern ehrliche, bodenständige Hausmannskost. Man sollte allerdings
nicht auf die Idee kommen, während des Irlandurlaubs eine Diät zu machen oder
fortzusetzen...
Allerdings findet man heutzutage in den Städten genauso Feinschmeckerlokale wie
auf dem Kontinent.
Aber die sollen hier nicht interessieren..
Hier geht es um die so genannte *Hausmannskost*, die man überall in den Pubs und
Restaurants finden kann.
Die Irische Küche ist traditionell, einfach und rustikal. Wichtige Produkte des
Landes, dessen Landwirtschaft zu großen Teilen aus Weideland besteht, sind Lamm-
und Rindfleisch, Geflügel, Eier, Butter und andere Milchprodukte, Forellen und
Lachs sowie Krebse und Muscheln. Getreideanbau ist aufgrund der Feuchtigkeit nur
in geringerem Umfang möglich, dem Gemüseanbau - vor allem Kartoffeln und Kohl -
kommt jedoch eine große Bedeutung zu.
Insbesondere die Kartoffel ist ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung. Es
ist überliefert, welch gewaltige Mengen in der Vergangenheit konsumiert wurden:
So aß jeder Ire noch im 19. Jahrhundert (statistisch gesehen) täglich fast drei
Kilogramm Kartoffeln - für uns heute kaum mehr vorstellbar. Bedenkt man jedoch,
dass es praktisch nichts anderes zu essen gab, deckte diese Menge gerade den
Energiebedarf.
Seit dem 17. Jahrhundert bestand die täglich Mahlzeit einer irischen
Durchschnittsfamilie aus Milch und Kartoffeln, wobei man gelegentlich, wenn
vorhanden, Schinken, Fisch und Eier hinzufügte. Durch diese offenbar sehr
gesunde Ernährung verdoppelte sich die Bevölkerung zwischen 1780 und 1840 und
wuchs auf acht Millionen an. Als jedoch die Kartoffelernte im Jahre 1845 durch
die Kartoffelpest größtenteils ausfiel und auch in den darauf folgenden Jahren
eine Missernte die andere ablöste, wurde die Bevölkerung infolge der
verheerenden Hungerkatastrophe und einer beispiellosen Auswanderungswelle wieder
nahezu halbiert.
Bis heute sind Kartoffeln in Irland ein Grundnahrungsmittel geblieben und kommen
mindestens einmal am Tag auf den Tisch.
Man bevorzugt die rötlichen, mehligen Sorten und kocht sie in der Schale, die
erst bei Tisch mit Messer und Gabel abgezogen wird - ein ganz und gar
ungewöhnliches Verhalten beispielsweise für englische Besucher, die diese Form
des Umgangs mit Messer und Gabel meist erst lernen müssen.
Wie irische Hausfrauen Kartoffeln kochen:
Neue Kartoffeln kocht man in reichlich Salzwasser das schon kocht, wenn man die
Kartoffeln hinzu gibt.
Alte Kartoffeln setzt man kalt auf und kocht sie in einem Topf mit Deckel.
In jedem Fall müssen die Kartoffeln nach dem Abgießen des Kochwassers abgedämpft
werden. Die geschieht, indem man ein sauberes Tuch über den Topf legt und die
Kartoffeln dann für einige Minuten zum Trocknen auf den Ofen zurückstellt.
Eine besondere Delikatesse sind neue Kartoffeln mit Minze. Die Knollen werden
gewaschen oder leicht gebürstet und in einer Mischung aus heißem, reichlich
gesalzenem Wasser und Milch zu gleichen Teilen zusammen mit einem Bund Minze auf
kleiner Flamme gegart. Nach dem Abgießen fügt man ein gutes Stück Butter hinzu
und schwenkt die Kartoffeln darin, bevor man sie mit Petersilie bestreut
serviert.
Eine kleine Auswahl irischer Rezepte soll euch animieren, vielleicht doch auch
mal einen kulinarischen Ausflug auf die grüne Insel zu machen.
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